Was wäre, wenn Vernunft unser Maßstab wäre?
Warum es Zeit ist, unseren größten evolutionären Vorteil endlich zu nutzen
Homo sapiens – der „weise Mensch“.
Ein schöner Name. Ein mutiger Name. Vielleicht auch ein etwas voreiliger Name.
Denn wenn man sich die Welt im Jahr 2025 anschaut, stellt sich eine Frage fast von selbst:
Wie weise sind wir eigentlich wirklich?
Wir haben künstliche Intelligenz erschaffen, die unsere Gedichte schreibt und unsere Kriege organisieren könnte.
Wir können das Erbgut von Lebewesen verändern, aber nicht unsere Abhängigkeit vom Wachstum.
Wir fliegen ins All – und bekommen nicht einmal den Nahverkehr in unseren Städten vernünftig hin.
Ist das der große Entwurf einer vernünftigen Spezies?
Die Lücke zwischen Wissen und Handeln
Das eigentliche Problem ist nicht, dass wir es nicht besser wissen.
Das meiste wissen wir längst:
- Dass wir die Natur nicht unendlich ausbeuten können.
- Dass Tiere nicht für Fast-Food leiden sollten.
- Dass sozialer Frieden nicht aus grenzenlosem Wettbewerb entsteht.
Wir wissen viel.
Wir handeln wenig.
Die Lücke dazwischen ist keine technische – sie ist eine menschliche.
Vielleicht sogar eine emotionale.
Was würde also passieren, wenn wir versuchen würden, diese Lücke zu schließen?
Ein Gedankenspiel
Stell dir vor, wir würden bei jeder Entscheidung – persönlich, politisch, wirtschaftlich –
nicht zuerst fragen:
„Was bringt mir das?“
„Wie viel kostet es?“
„Wie schnell geht’s?“
Sondern:
„Was ist vernünftig – für mich, für andere, für die Zukunft?“
Was würde sich ändern?
Würden wir anders einkaufen?
Würden wir anders arbeiten?
Würden wir vielleicht sogar anders streiten?
Ich glaube: ja.
Und ich glaube, es würde sich nicht nach Verzicht anfühlen – sondern nach Befreiung.
Denn tief in uns spüren wir oft sehr genau, was richtig wäre.
Wir sind nur zu sehr daran gewöhnt, dieses Gefühl zu überhören.
Warum ich dieses Projekt gestartet habe
In wenigen Wochen erscheint mein Buch:
„Homo Sapiens 2 – Alpha Version“ – ein Versuch, diese Idee weiterzudenken.
Nicht als Dogma. Nicht als Patentlösung. Sondern als Einladung.
Was wäre, wenn wir anfangen würden, Vernunft wieder als aktiven Maßstab zu nehmen?
Nicht als trockene Theorie, sondern als ganz praktisches Prinzip:
- Was wäre ein vernünftiger Umgang mit Ressourcen?
- Wie müsste ein Bildungssystem aussehen, das auf gesunde Entwicklung statt auf Bewertung setzt?
- Wie könnte eine Wirtschaft funktionieren, die nicht auf Verdrängung, sondern auf Kooperation aufbaut?
Diese Fragen sind groß.
Aber sie sind nicht zu groß.
Denn wir sind eine Spezies, die Flugzeuge gebaut, Pyramiden errichtet und Beethoven komponiert hat.
Es wäre fast ein bisschen unvernünftig, zu behaupten: Eine gerechtere Welt sei zu schwer.
Dies ist ein Anfang
Noch ist alles im Aufbau: Das Buch kommt bald, und auch auf Instagram und Facebook wird es bald losgehen.
Aber dieser Blog hier – und auf Substack – ist schon da. Als Denkraum. Als Einladung. Als Auftakt.
Denn ich glaube:
Die nächste große Revolution muss kein technologischer Durchbruch sein – sondern ein menschlicher.
Eine innere. Eine geistige. Eine kulturelle.
Und die beginnt nicht mit einem Masterplan, sondern mit Gesprächen, mit Verbindungen, mit einem gemeinsamen Nachdenken.
Wie geht es weiter?
In den nächsten Wochen werde ich hier regelmäßig Gedanken teilen – manchmal pointiert, manchmal tastend, manchmal vielleicht auch provozierend.
- Über Wirtschaft ohne Zwang.
- Über Ethik ohne Belehrung.
- Über Gemeinschaft ohne Kontrolle.
- Über Zukunft ohne Angst.
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Oder bleib dran – die Website und die Social-Media-Kanäle folgen bald.
Oder schreib mir direkt – ich freue mich über jede Form von Austausch.
Denn Vernunft ist keine Einbahnstraße.
Sie beginnt genau da, wo Menschen sich begegnen und zuhören.
Also: Willkommen bei Homo Sapiens 2 – Alpha Version.
Der Versuch, gemeinsam weiterzudenken.
Nicht perfekt. Aber mit Absicht.
– Jochen Binder


